Mittelbayerische Zeitung 03.06.2003
     
In St. Hedwig gehen krebskranke Kinder online
Startschuss für Pilotprojekt: Eine gelungene Kooperation zwischen Unternehmen, VKK und Krankenhaus

REGENSBURG (mbw). Das ist einmalig in Bayern: der VKK übergab der Kinderklinik St. Hedwig zwölf Notebooks samt Ausrüstung

Mit tatkräftiger Unterstützung durch Hard- und Software sowie Know how der Firmen Toshiba, bcd Computer und it-point konnte der VKKK (Verein für krebskranke und körperbehinderte Kinder) die Notebooks anschaffen. R-Kom ermöglichte einen kostenlosen Internetanschluss in der Klinik. Das Projekt war vom Regensburger Cantemus-Chor mit angestoßen worden, dessen Mitglied Carina Listl derzeit auf der Onkologie-Station der Hedwigsklinik behandelt wird. Durch die Infektionsanfälligkeit während der Chemotheraphie müssen krebskranke Kinder und Jugendliche besonders geschützt werden. Kontakte zu Freunden, Verwandten und Geschwister müssen oft stark eingeschränkt werden. Es ist auch kein Besuch öffentlicher Veranstaltungen möglich, und zum Schulbesuch sind die Kranken nur sehr eingeschränkt in der Lage.
Hier kommt der Computer in Form der VKKK-Notebooks ins Spiel. Durch den Internetanschluss können Video-Konferenzen und Livechat durchgeführt werden. So kann der Kontakt zur Heimatschule gehalten und der fehlende Schulbesuch und somit der Kontakt zu Mitschülern wenigstens teilweise aufrecht erhalten werden.
Vier der zwölf Notebooks stellt der VKKK komplett der Klinikschule unter Lehrerin Christiane Schirmbeck zur Verfügung. Und auch mit der Familie daheim kann der Laptop via email den Kontakt erleichtern. Durch die Vernetzung mit anderen Krebszentren erfahren die Patienten auch Trost, indem sie online erfahren, dass es anderen in ähnlicher Lage auch schon gelungen ist, schwere Zeiten zu überwinden.
       
       
       
Donaupost 03.06.2003
     
Bayernweit einzigartiges Projekt ermöglicht Weg aus der Einsamkeit

Virtueller Kontakt zur Außenwelt

Zwölf Laptops an Krebsstation der Sankt Hedwigsklinik gespendet

Regensburg. (gd) Einen neuen Weg von der krankheitsbedingten Einsamkeit zurück in alte Gemeinschaften, ermöglicht nun der Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder (VKKK). Die Vereinsvorsitzende Gaby Eisenhut nahm am Montag zwölf Notebooks mit kompletter Kommunikationsausrüstung in Empfang.

Zur Ausstattung der mobilen Computer gehört unter anderem ein Headset und eine Webcam. Durch die Infektionsanfälligkeit etwa während einer Chemotherapie, müssen krebskranke Kinder besonders geschützt werden.
Dies bedeutet meist den Abbruch der Kontakte zu Freunden, Verwandten und Geschwistern. Auch Freizeitaktivitäten sind stark eingeschränkt, da Kino- oder Discobesuche ausfallen müssen. Hinzu kommt, dass betroffenen Kinder vielfach nicht am Schulunterricht teilnehmen können.


Virtuelle Schule
So freute sich die 15 Jahre alte Carina Listl über das Laptop, mit dem sie gleich die ersten Chat-Versuche unternahm. Seit Januar 2002 ist sie in Behandlung. Die Mitglieder des Cantemus Chor, in dem Carina mitgesungen hatte bis zu ihrer Behandlung, regten das Projekt an.
Daher übernahm der VKKK die Idee eines Pilotprojektes in Heidelberg. Durch die Iniative des VKKK-Vorstandsmitglieds Irmgard Scherübl und die Unterstützung örtlicher Computerfirmen konnte das Projekt realisiert werden. Die Computer gehören nun der Sankt Hedwigs Klinik und werden den betroffenen Kinder auf der onkologischen Station oder ihren Familien zur Verfügung gestellt. Vier der zwölf Laptops gehören der Klinikschule und so kann nun durch die multimediale Vernetzung eine virtuelle Schulatmosphäre geschaffen werden.
Neben der reinen Kontaktaufnahme mit der Außenwelt steht aber noch ein psychologischer Faktor hinter dem Projekt. Durch die Faszination der Technik können Depression und Niedergeschlagenheit zumindest zeitweise in den Hintergrund gedrängt werden und selbst körperliche Beschwerden oder Schmerzen oder Übelkeit in Vergessenheit geraten. Bayernweit ist dieses Projekt derzeit einzigartig.
       
       
       
Wochenblatt 04.06.2003
     
Laptop für Krebskranke
Klinik St. Hedwig startet einmaliges IT-Projekt

In der Klinik St. Hedwig erfolgte der "Startschuss" eines bayernweit einmaligen Online-Projektes: "Krebskranker Kinder gehen online unter vkkk-online" wird mit zwölf Notebooks inklusive Software von der Firma "Toshiba!, "bcd-computer" und "it-point" unterstützt. Gaby Eisenhut, die erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder (VKKK) lobte bei der Übergabe der Notebooks das Programm. Nun könnten auch krebskranke Kinder auf der Onkologie-Station der St. Hedwig-Klinik mit aller Welt via Internet Verbindung aufnehmen. Da die Kinder stark infektionsanfällig sind, muss ihr Kontakt zu Freunden und Verwandten oft stark eingeschränkt werden - deshalb dieser Ansatz. Durch den Internetanschluss und die Webcam können Videokonferenzen und Livechat durchgeführt werden. Das Projekt war vom Cantemus Chor durch eine Spendenaktion mit angestoßen worden, dessen Mitglied, Carina Listl, derzeit auch wegen einer Krebserkrankung auf der Onkologie-Station der Hedwigsklinik liegt. (to)
       
       
       
Süddeutsche Zeitung 03.06.2003
     
Krebskranke Kinder erhalten Notebooks

Regensburg - Krebskranke Kinder sollen in Zukunft in Bayern mit Notebooks Kontakt zu ihren Freunden, Familien und Lehrern halten können. In Regensburg wurden am Montag die ersten zwölf tragbaren Computer von Sponsoren an den Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder in Ostbayern (VKKK) übergeben. "Das Projekt ist bayernweit einmalig", sagte die VKKK-Vorsitzende Gaby Eisenhut. Die Rechner sollen insbesondere Kindern das Leben während der Chemotheraphie erleichtern. In dieser Zeit dürfen die Kranken kaum Kontakt zu anderen Kindern haben. Die mobilen PCs sind mit Internetanschluss und einer Kamera ausgestattet, so dass die jungen Patienten ihre Eltern auf dem Monitor auch sehen können. "Technik fasziniert die kranken Kinder", meinte Eisenhut. (Mehr dazu im Internet unter: www.vkkkids-online.de)